Wenn die Gelenke nicht mehr mitspielen

Gelenkverschleiß, in der Fachsprache auch Arthrose genannt, ist bei Pferden weit verbreitet. Besonders betroffen sind ältere Tiere und solche, die jahrelang unter körperlicher Belastung gestanden haben. Doch auch jüngere Pferde können erkranken, etwa nach Verletzungen oder aufgrund genetischer Veranlagung.

Wie entsteht Gelenkverschleiß?

Gelenke bestehen aus Knorpel, der als Puffer zwischen den Knochen wirkt. Wird dieser Knorpel durch Überbelastung, Entzündungen oder Alterungsprozesse beschädigt, beginnt ein schleichender Abbau. Mit der Zeit reiben Knochen aufeinander, was Schmerzen, Schwellungen und zunehmende Einschränkungen der Beweglichkeit verursacht.

Besonders anfällig sind folgende Gelenke beim Pferd:

Typische Symptome erkennen

Gelenkverschleiß entwickelt sich schleichend, weshalb viele Besitzer die ersten Zeichen zunächst übersehen. Aufmerksam werden solltest du bei folgenden Beobachtungen:

Viele Pferde mit Arthrose können bei richtiger Betreuung noch ein gutes, aktives Leben führen.

Was die Diagnose bringt

Der Tierarzt wird eine Lahmheitsuntersuchung durchführen und in vielen Fällen Röntgenaufnahmen oder eine Ultraschalluntersuchung anordnen. Nur so lässt sich das Ausmaß des Verschleißes beurteilen und eine gezielte Behandlung planen.

Bewegung und Haltung als Schlüssel

Vollständige Schonung ist bei Arthrose in der Regel kontraproduktiv. Regelmäßige, moderate Bewegung auf weichem Untergrund erhält die Gelenkflüssigkeit und unterstützt die Muskulatur, die die betroffenen Gelenke stabilisiert. Der Aufwärmprozess sollte immer ausreichend Zeit bekommen.

Auch die Hufpflege spielt eine wichtige Rolle. Ein gut gestellter Huf entlastet die Gelenke spürbar. Hufarzt und Tierarzt sollten hier eng zusammenarbeiten. Regelmäßige Kontrollen und eine angepasste Trainingsplanung sind entscheidend, damit Pferde mit Gelenkverschleiß möglichst lange beschwerdefrei bleiben.