Kolik ist nicht gleich Kolik

Der Begriff Kolik beschreibt beim Pferd keine einzelne Erkrankung, sondern ein Symptom: Bauchschmerzen. Diese können von harmlosen Blähungen bis hin zu lebensbedrohlichen Darmverschlüssen reichen. Deshalb gilt: Jede Kolik muss ernst genommen werden, auch wenn sie im ersten Moment mild erscheint.

Typische Symptome einer Kolik

Das Pferd zeigt je nach Art und Stärke der Kolik unterschiedliche Verhaltensweisen. Zu den klassischen Zeichen gehören:

Leichte oder schwere Kolik: Wie unterscheide ich?

Das ist selbst für erfahrene Pferdebesitzer oft schwer zu beurteilen. Eine erhöhte Herzfrequenz über 50 Schläge pro Minute, stark blasse oder blaue Schleimhäute, anhaltendes Wälzen trotz Beruhigungsversuchen und ausbleibender Besserung nach 15 bis 20 Minuten sind alarmierend. In diesen Fällen muss sofort der Tierarzt gerufen werden.

Niemals Schmerzmittel verabreichen, bevor der Tierarzt da ist. Sie können wichtige Symptome verschleiern und die Diagnose erschweren.

Was du in der Zwischenzeit tun kannst

Häufige Kolikursachen beim Pferd

Viele Koliken entstehen durch Störungen in der Darmpassage. Dazu gehören Verstopfungen, Gasansammlungen, Verlagerungen von Darmabschnitten oder Darmverschlüsse. Auslöser können plötzliche Futterwechsel, zu wenig Bewegung, mangelnde Wasseraufnahme oder das Fressen von Sand sein. Auch Parasitenbefall kann die Darmgesundheit langfristig schädigen und Koliken begünstigen.

Vorbeugung ist möglich

Regelmäßige Bewegung, ausreichend frisches Wasser zu jeder Jahreszeit, langsame Futterwechsel und konsequente Parasitenbekämpfung senken das Kolikrisiko erheblich. Auch regelmäßige Kontrollen der Zähne sind wichtig, denn schlechte Zähne führen zu unvollständigem Kauen und damit zu Verdauungsproblemen.